
Seit 2013 gibt es im Rothaargebirge bei Bad Berleburg wieder frei lebende Wisente. Es handelt sich um ein privat initiiertes Artenschutzprojekt – getragen von einem Verein. Seit vielen Jahren sorgen die frei lebenden Wisente aber auch für Ärger: sie ziehen durch fremde Wälder und richten erhebliche Bissschäden an Laubbäumen an. Zwei Waldbesitzer aus dem Hochsauerlandkreis waren mit ihrer Klage erfolgreich: der Trägerverein des Auswilderungsprojekts muss dafür sorgen, dass die Wisente deren Wälder nicht mehr betreten. Bislang hat sich nichts getan. Und auch in Rüspe bei Kirchhundem haben die Wisente vor einigen Tagen wieder Laubbäume beschädigt. Lucas von Fürstenberg ist einer der betroffenen Waldbesitzer: er schilderte im Radio-Siegen-Interview, dass die Wisente nicht nur Buchen geschält hätten. Auf Borkenkäfer-Freiflächen seien junge, etwa 1,50 Meter hohe Eichen verbissen worden. Lucas von Fürstenberg wünscht sich, dass der Trägerverein des Wisent-Auswilderungsprojekts schnellstens im Sinne des Gerichtsurteils handelt und dafür sorgt, dass die Tiere fremde Wälder nicht mehr betreten können – egal, ob im Hochsauerlandkreis oder im Kreis Olpe. Sollte nun nichts passieren, denken auch die Waldbesitzer aus Kirchhundem an eine Klage.