
Ärger in Arfeld wegen Sanierung der "Ederbrücke"
Große Aufregung in Arfeld – seit Anfang August wird hier die Ederbrücke saniert. Das an sich stört viele Menschen in Arfeld zwar nicht. Sie kritisieren aber, dass die Brücke danach auch weiter gefährlich bleibt für Fußgänger und Radfahrer – so, wie auch jetzt schon.
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Die Menschen in Arfeld sind verärgert. Hier wird aktuell die Ederbrücke saniert – allerdings nicht so, wie die Arfelderinnen und Arfelder sich das wünschen.
Jochims: "Brücke ist gefährlich!"
Denn die Brücke kurz vor dem Ortseingang soll nach der Sanierung wieder fast genauso aussehen wie vorher – mit Tempo 100 und einer Leitplanke. Das Problem: So können Fußgänger und Radfahrer nicht ausweichen, sagt uns Arfelds Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims am Radio Siegen-Telefon. Das sei gefährlich.
Geschwindigkeitsbegrenzung und keine Leitplanke mehr
Passiert sei zwar zum Glück noch nie etwas, so Jochims. Und damit das so bleibt, fordert er u.a. eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Denn dann könnte man auch die Leitplanke entfernen, damit Fußgänger und Radfahrer mehr Platz bekommen.
Radio Siegen hat beim Kreis Siegen-Wittgenstein nachgefragt. Er ist für die Sanierung der Ederbrücke zuständig und sagt uns, dass Änderungen nicht notwendig sind. Denn die Brücke sei eigentlich gar nicht für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen.
Verärgert über Vorgehen der Behörden
Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims ist im Radio Siegen-Interview auch deshalb verärgert, weil nach seiner Darstellung die zuständigen Behörden nicht mit den betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern reden wollten. Von einem Vor-Ort-Termin im Februar habe man im Ort nichts gewusst und im August sei man dann plötzlich von den Bauarbeiten überrascht worden. Jetzt - so Jochims - würden die Behörden behaupten, dass sie von den Problemen der Arfelderinnen und Arfelder keine Kenntnis haben. Das hätte man vermeiden können, meint der Ortsvorsteher.
Radio Siegen hat den Kreis Siegen-Wittgenstein mit diesen Vorwürfen konfrontiert. Er ist für die Ederbrücke zuständig und sagt uns, dass es sich bei der Baumaßnahme um eine Sanierung handelt. Bürgerinnen und Bürger werden aber laut Kreisverwaltung nur mit einbezogen, wenn etwas neugebaut werden soll.