
Erst waren es zwei Hände auf der A45 bei Freudenberg, dann ein Körper in einem Wald in Rheinland-Pfalz und schließlich ein Kopf an der A4 im Kreis Olpe: Seit gestern läuft in Bonn der Prozess gegen einen 42-jährigen Mann aus Eritrea, der letztes Jahr seine Frau getötet und die Leiche zerteilt haben soll. Wer im Gerichtssaal gestern mit Antworten gerechnet hatte, wurde enttäuscht: Der Angeklagte sagte kein Wort. Immerhin: Über die Ehe will er zu einem späteren Zeitpunkt aussagen. Der Mann war vor einigen Jahren aus Eritrea geflohen, hatte in Deutschland Fuß gefasst und Arbeit gefunden. Die Frau kam 2024 nach. Sie trennte sich aber kurz nach der Geburt des gemeinsamen Kindes von dem 42-jährigen. Die Familie der Frau erhoffe sich von dem Prozess Klarheit, sagte ihre Anwältin gestern. Darüber hinaus wünsche sich die Familie, dass das Verfahren eine Botschaft vermittelt: Gewalt gegen Frauen werde nicht toleriert und habe Konsequenzen.