
Die Beratungsstelle „Für Mädchen in Not“ hat letztes Jahr 99 Fälle betreut. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervor. Meist ging es dabei um sexuelle Gewalt, aber auch Essstörungen, andere Formen von Gewalt oder Trennungen spielten eine Rolle. „Für Mädchen in Not“ hat Anlaufstellen in Kreuztal und Siegen, bietet aber auch Beratung in Schulen an. Wer Hilfe sucht, ist meist zwischen 11 und 18 Jahre alt. Ein Zehntel der Betroffenen stammte letztes Jahr auch aus dem Kreis Olpe. Auch dort würde man gerne eine Beratungsstelle eröffnen, sagt Michael Groß. Er ist Geschäftsführer des Vereins für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen, dem Träger der Beratungsstelle. Der Kreis Olpe sei für Ratsuchende eher noch ein weißer Fleck, so Groß. Da man es aber gerade mit Kindern und Jugendlichen zu tun habe, die weite Wege eher scheuen, wolle man in den nächsten Jahren auch eine Beratung in Olpe ermöglichen.