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4.000 Menschen kämpfen für Stahlwerk in Geisweid
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4.000 Menschen kämpfen für Stahlwerk in Geisweid

In Geisweid haben 4.000 Menschen für den Erhalt des Stahlwerks demonstriert. Die geplante Pause ab 2028 bedroht nach Ansicht der Gewerkschaft IG Metall hunderte Arbeitsplätze und auch die Zukunft des Walzwerks.

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Nach der Schocknachricht vor zwei Wochen regt sich nun massiver Widerstand in Geisweid.

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Große Solidarität

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Tausende Menschen zogen am Montagabend (26.10.) vom Bürgerhaus durch die "Geisweider Straße" bis zum "Klafelder Markt". Trotz Regen und Herbstferien zeigten viele Familien und Bürger ihre Verbundenheit mit den Stahlarbeitern.

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Demo-Teilnehmer in Geisweid am Mikrofon von Radio Siegen
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Demo-Teilnehmer in Geisweid am Mikrofon von Radio Siegen
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Werk vor dem Aus

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Die Deutschen Edelstahlwerke wollen die Stahlproduktion ab Mitte 2028 in eine Pause schicken. Die Gewerkschaft befürchtet jedoch, dass dies das endgültige Ende für den gesamten Standort bedeuten könnte.

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Abdullah Özer (DEW-Stahlwerk in Geisweid, Betriebsratsvorsitzender)"Wenn (...) Ofen ausgeht, dann gehen wir nie mehr an."
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Streit auch um Walzwerk

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Das Walzwerk soll nach den Plänen des Konzerns zwar erhalten bleiben, doch Experten zweifeln an der Umsetzbarkeit. Ein Walzwerk ohne eigenes Stahlwerk gilt als wirtschaftlich kaum lebensfähig und langfristig gefährdet.

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Logistik-Probleme

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Ohne die Produktion vor Ort müssten monatlich rund 1.200 Lastwagen fertigen Stahl aus Witten nach Geisweid bringen. Die Gewerkschaft hält diesen massiven Lieferverkehr für logistisch und ökologisch nicht sinnvoll.

„Ein Stahlwerk ist kein Lichtschalter, den man einfach ausknipst und Jahre später wieder einschaltet.“ - Tristan Vitt, Bürgermeister

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Viele Jobs bedroht

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Bei der Zahl der betroffenen Mitarbeiter gehen die Meinungen zwischen Unternehmen und Betriebsrat weit auseinander. Während der Konzern von 220 Stellen spricht, rechnet die Arbeitnehmerseite mit über 350 gefährdeten Jobs.

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Peter Richter (IG Metall Siegen, Kassierer)"Wir reden von 350 Stellen (...) allein im Stahlwerk (...)."
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Hilfe aus Politik

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NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur forderte bei der Kundgebung einen Industriestrompreis zur Entlastung energieintensiver Betriebe. Sie versprach, den Dialog zwischen Land, Bund und dem Mutterkonzern Swiss Steel aktiv zu unterstützen.

„Wenn Hunderte gut bezahlte Industriearbeitsplätze verloren gehen, dann fehlt Kaufkraft in unseren Geschäften. Dann fehlen Aufträge bei Handwerkern und Zulieferern.“ - Tristan Vitt, Bürgermeister

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Peter Richter (IG Metall Siegen, Kassierer)"(...) ein riesen Wettbewerbsnachteil (...)."
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Geisweids Geschichte

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Das Werk blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück und prägt die Identität Geisweids. Ein Ende der Stahlerzeugung würde laut Teilnehmern das emotionale Herz von Geisweid treffen und ganze Generationen belasten.

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Peter Richter (IG Metall Siegen, Kassierer)"Hier haben früher 5.000 Menschen gearbeitet (...)."
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Peter Richter (IG Metall Siegen, Kassierer)"Ohne DEW in Siegen geht ganz viel dieser Region verloren."
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Kampf geht weiter

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In der nächsten Woche sollen regelmäßige Mahnwachen vor dem Werkstor starten, um den Druck auf die Geschäftsführung zu erhöhen. Die IG Metall fordert ein Konzept, das die gesamte industrielle Substanz in Siegen dauerhaft erhält.

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Peter Richter (IG Metall Siegen, Kassierer)"Das ist kein Sprint, sondern Marathon."
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