
In Attendorn dauert der Einsatz der Feuerwehr im Kampf gegen einen großen Waldbrand oberhalb der Burg Schnellenberg an. Der Brand war Mittwochabend um 20:19 Uhr gemeldet worden. Bereits nach kürzester Zeit wurde das Stichwort auf Feuer 3 Wald erhöht, da sich der Brand schnell ausbreitete. Direkt zu Beginn zeigte sich die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte. Der Brand lag in unwegsamem und schwer erreichbarem Gelände. Über mehrere Seiten und eigens angelegten Schneisen gelang es den Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Stadtgebiet Attendorn schließlich zum Feuer vorzudringen. Es mussten Schlauchleitungen über mehrere Kilometer verlegt werden um das Wasser zum Brandherd zu transportieren. Hier wurde auch ein Hytrans Fire System eingesetzt. Außerdem unterstützten neun ortsansässige Landwirte beim Wassertransport mit Güllefässern. Über die gesamte Nacht hinweg wurden weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet nachgefordert um die Wasserversorgung konstant aufrecht zu erhalten und Einheiten nach kräftezehrenden Stunden der Brandbekämpfung abzulösen. Um 3:30 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Während der Nacht wurden dann Brandwachen gestellt um eine Ausbreitung zu verhindern.
Polizeihubschrauber hilft aus der Luft beim Löschen
Um die Glutnester gezielt ablöschen zu können werden durch die Drohneneinheit der Feuerwehr Wärmebilder aus der Luft angefertigt und durch die Einsatzleitung ausgewertet. Durch das DRK Attendorn wird durchgängig eine Verpflegung mit Getränken und Kalt- und Warmverpflegung sichergestellt. Die Polizei unterstützt seit dem Morgen die Nachlöscharbeiten mit einem Hubschrauber und dem „Bambi Bucket“, mit dem Löschwasser geholt wird. Neben den Feuerwehrkräften aus dem gesamtem Kreisgebiet waren auch Einsatzkräfte aus Siegen-Wittgenstein, der Polizei, des DRK, des THW, der DLRG, vom Landesbetrieb Wald und Holz, der Kreisverwaltung Olpe und der Energieversorger im Einsatz. Insgesamt waren zu Spitzenzeiten 250 Einsatzkräfte im Einsatz.