
Damit reagiert die NRW-Landesregierung auf die anhaltende Gefahr durch das Virus in unserer Region.
Höhere Prämien
Das Land Nordrhein-Westfalen hat die finanzielle Unterstützung für die Jagd auf Wildschweine verdoppelt. In Siegen-Wittgenstein und den Nachbarkreisen erhalten Jäger ab sofort bis zu 200 Euro pro erlegtem Tier. Bisher lag dieser Betrag deutlich niedriger bei maximal 100 Euro. Diese Erhöhung soll als Anreiz dienen, die Bestände in den betroffenen Gebieten schneller zu verkleinern.
„Je schneller der Bestand von Schwarzwild im Kerngebiet sowie in den Sperrzonen II und I reduziert wird, umso schneller lässt sich die Afrikanische Schweinepest tilgen.“ - Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Kampf gegen ASP
Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Südwestfalen weiter aus. Seit dem ersten Fund vor rund zehn Monaten gab es in der Region etwa 580 positive Fälle. Durch eine intensive Bejagung soll das Risiko sinken, dass sich das Virus weiterverbreitet. Da das Fleisch der Tiere aus den Sperrzonen oft nicht mehr verkauft werden darf, dient das Geld auch als finanzielle Entschädigung für die Jäger.
„Wir brauchen weiterhin die uneingeschränkte Unterstützung der Jagdausübungsberechtigten in der Region, um die Tierseuche zu bekämpfen.“ - Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Moderne Technik
Neben der klassischen Jagd setzt das Land auch auf moderne Hilfsmittel wie Drohnen mit Wärmebildkameras. Diese helfen dabei, die Wildschweine in den Wäldern von Siegen-Wittgenstein und Olpe aufzuspüren. Zudem kommen über 30 spezielle Fallen zum Einsatz, um die Population möglichst störungsarm zu senken. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Siegen-Wittgenstein nach der Fortpflanzung noch etwa 250 Wildschweine leben.