Urteil zum Feuer in Siegener Gasthof

Ein 56-jähriger Mann aus Siegen ist heute wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Er hatte letztes Jahr sein Zimmer im Gasthof Meier in Siegen angezündet.

Ein 56-jähriger Mann aus Siegen ist heute wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Die Erste Große Strafkammer des Siegener Landgerichts verhängte zwei Jahre Haft. Die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung ist angeordnet worden. Der Mann hatte gestanden, Anfang April 2020 in seinem Zimmer im Gasthof Meier in Siegen Feuer gelegt zu haben. Er wollte sich das Leben nehmen – verließ dann aber das Zimmer und versuchte vergeblich, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Durch den Brand war Sachschaden von 30- bis 35 000 Euro entstanden. Die Kammer ist überzeugt davon, dass bei dem Angeklagten eine krankhafte seelische Störung vorliegt. Durch eine Rauchgasvergiftung im Sommer 2019 liege eine Schädigung des Hirns vor. Ein selbstbestimmtes Leben sei ihm nicht mehr möglich, der Alltag überfordere ihn. Sogar im betreuten Wohnen. Deshalb die Unterbringung in der Psychiatrie.

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