Proben untersucht

Die Infektion von Mitarbeiterin und Patienten vor einem Monat im Kreisklinikum Siegen ist auf eine Mutante des Corona-Virus zurückzuführen. Das haben Untersuchungen ergeben.

Nachdem sich vor genau einem Monat im Kreisklinikum Siegen mehrere Mitarbeiter und Patienten auf einer Station vermutlich bei Patienten, die als Notfallpatienten aufgenommen wurden, mit dem Coronavirus angesteckt hatten, liegen nun die Untersuchungsergebnisse von einem Großteil der Proben der damals betroffenen Personen vor. Sie zeigen, dass es sich bei 17 untersuchten Proben, um eine Mutation des Coronavirus der Variante B.1.258 handelt. Diese Virusvariante ist in Deutschland bisher rund 200 Mal nachgewiesen worden. Ob die Variante mit einem schwereren Krankheitsverlauf einhergeht, ist bisher noch nicht bekannt. Bei den betroffenen Patienten und Mitarbeitern im Kreisklinikum traten vereinzelte schwerere Krankheitsverläufe auf, der Großteil der Infizierten hatte jedoch einen eher milden Krankheitsverlauf. Nach Bekanntwerden der Infektionen hatte das Kreisklinikum strikte Maßnahmen ergriffen: en temporäres vollständiges Besuchsverbot, Aufnahmestopp für Patienten sowie der vollständigen Testung aller 1 500 Mitarbeiter. Alle Testergebnisse der Beschäftigten, die nicht im Zusammenhang mit dem Geschehen standen, fielen damals bis auf eine Ausnahme negativ aus. Auch Prof. Dr. Martin Grond, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie, ist fest davon überzeugt, dass es den strikten Maßnahmen zu verdanken ist, dass die Infektionskette schnell unterbrochen werden konnte. „Die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Wir haben uns daher vor vier Wochen für einen harten Schnitt entschieden, konnten dafür aber nach relativ kurzer Zeit unser Haus wieder komplett hochfahren“, so Grond.

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