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Folgen des Winterwetters
© Radio Emscher Lippe
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Folgen des Winterwetters

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Siegerland und Wittgenstein haben nach dem Wintereinbruch mit Schnee und Eis viel zu tun.

Veröffentlicht: Freitag, 09.01.2026 12:59

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Blitzeis auf dem Bürgersteig - ein unvermittelter Sturz mit Folgen: Verstauchungen, Prellungen, Bänderrisse oder Knochenbrüche. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Siegen-Wittgenstein haben aktuell deutlich mehr zu tun. Radio Siegen hat nachgefragt.

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St. Marien-Krankenhaus Siegen

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Dr. Andrea Amerini, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im St. Marien-Krankenhaus in Siegen: “In den vergangenen Tagen haben wir in der Notaufnahme des St. Marien-Krankenhauses Siegen tatsächlich vermehrt Patientinnen und Patienten behandelt, die sich bei Stürzen im Zusammenhang mit winterlichen Witterungsbedingungen verletzt haben. Die Zahlen liegen aktuell über dem Niveau schnee- und eisfreier Tage, bewegen sich jedoch im Rahmen dessen, was wir aus früheren Wintern kennen. Auffällig ist dabei vor allem ein Anstieg klassischer Sturzverletzungen. 

Zu den häufigsten Diagnosen zählen Prellungen, Verstauchungen sowie Knochenbrüche, insbesondere im Bereich des Sprunggelenks, des Unterschenkels, des Handgelenks und des Unterarms. Diese Verletzungsmuster entsprechen den Erfahrungen aus vergleichbaren Wetterlagen in den vergangenen Jahren. 

Mit Blick auf die für heute angekündigte erhöhte Glatteisgefahr verfolgen wir die Wetterentwicklung aufmerksam. Das St. Marien-Krankenhaus ist grundsätzlich darauf vorbereitet, auf kurzfristige Veränderungen im Patientenaufkommen zu reagieren. Die Notaufnahme ist organisatorisch so aufgestellt, dass bei Bedarf zusätzliche personelle Ressourcen aktiviert werden können, etwa durch Bereitschaftsdienste oder die Einbindung weiterer Kolleginnen und Kollegen aus angrenzenden Ambulanzen. 

Unabhängig davon gilt auch bei winterlichen Bedingungen: Die Behandlung erfolgt nach medizinischer Dringlichkeit. Patientinnen und Patienten sollten daher insbesondere bei Knochenbrüchen, starken Schmerzen oder nach Stürzen auf den Kopf zeitnah die Notaufnahme aufsuchen. Leichtere Verletzungen können – sofern keine akute Verschlechterung eintritt – auch ambulant weiter abgeklärt werden.”

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Folgen des Winterwetters
© Mariengesellschaft
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Diakonie Klinikum Jung Stilling Siegen

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Dr. Jörn Worbes ist Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen: „In unserer Zentralen Notaufnahme haben wir aktuell ein deutlich erhöhtes Aufkommen an Patienten. Zum einen werden zurzeit viele Patienten nach glättebedingten Unfällen eingeliefert: Das Spektrum reicht von Verstauchungen, Prellungen und Bänderrissen bis hin zu Knochenfrakturen, darunter auch viele ältere Menschen mit Oberschenkel- und Oberschenkelhalsbrüchen. Zum anderen erreichen uns im Rahmen der ansteigenden Zahl von Grippeerkrankungen (Influenza) erwartungsgemäß deutlich mehr Patienten mit damit verbundenen Symptomen. Saison- und wetterbedingt sind wir mit dem vorhandenen Personal darauf eingestellt, dass es weiterhin ein erhöhtes Patientenaufkommen in der Notaufnahme geben wird.“

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VITREA-Klinik Bad Berleburg

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Dieses Bild zeichnet die VITREA-Klinik in Bad Berleburg: “In der VITREA Klinik Bad Berleburg ist die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Knochenbrüchen oder ähnlichen Verletzungen derzeit nicht höher als in den vergangenen Wintern. Zwar behandeln wir saisonbedingt auch Stürze infolge von Glätte, insgesamt liegt die Fallzahl jedoch nicht signifikant über dem Niveau des Vorjahres. 

Als Klinik sind wir grundsätzlich darauf vorbereitet, auch bei witterungsbedingten Ereignissen eine verlässliche medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Versorgung unfallchirurgischer Patientinnen und Patienten ist jederzeit gewährleistet; bei Bedarf können wir über einen festgelegten Alarmierungsplan zusätzliches Personal aktivieren. 

Um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten, haben wir alle Beschäftigten, bei denen dies möglich ist, gebeten, im Homeoffice zu arbeiten; für Kolleginnen und Kollegen, die in der Patientenversorgung tätig sind und die vor Ort sein müssen, stellen wir bei Bedarf Übernachtungsmöglichkeiten sowie eine Verköstigung bereit. Die Patientinnen und Patienten können sich ebenso wie unsere Mitarbeitenden jederzeit auf uns verlassen.” 

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