Ortsumgehung Erndtebrück

Die Ortsumgehung für Erndtebrück kommt nicht voran - das ist am Abend im Bauausschuss heftig kritisiert worden.

© Bernd Müller

Seit mindestens 30 Jahren hofft Erndtebrück auf eine Ortsumgehung. Die sogenannte „Route 57“ – eine Kette von Ortsumgehungen vom Siegerland bis nach Wittgenstein - ist regelmäßiger Tagesordnungspunkt im Bauausschuss. Meistens gibt es wenig Neues zu berichten. Aber gestern Abend ging es hoch her: Politiker haben massive Kritik am Planungsstand geübt. Umweltverträglichkeitsprüfungen, jahrzehntelange Diskussionen um mögliche Trassen, dann doch die Einstufung in den "vordringlichen Bedarf" und dennoch kein Fortschritt: Den Erndtebrückern reicht es. Wirklich Sorgen macht den Mitgliedern des Bauausschusses, dass im Ferndorftal bei Kreuztal geschützte Biber entdeckt worden sein sollen. CDU-Politiker sagten wörtlich: Weil man beim Umgehungsbau „auf Gedeih und Verderb vom Siegerland abhängig“ sei, fürchte man neuerliche Verzögerungen beim Straßenbau. Und das sei keinesfalls hinnehmbar. Bürgermeister Henning Gronau hatte zuvor mitgeteilt, dass der Landesbetrieb Straßen NRW im Laufe des Jahres ein digitales Format der Öffentlichkeitsbeteiligung plane.


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