Diskussion um kommunales Busunternehmen

Wie geht es mit dem Busverkehr in Siegen-Wittgenstein weiter? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell Landrat Andreas Müller. Er möchte jetzt darüber diskutieren, ob der Busverkehr wieder über ein kommunales Unternehmen laufen soll. 

„Aktuell ist der Busverkehr in Siegen-Wittgenstein weder so, wie ich ihn mir wünsche, noch so, wie der Kreistag es im aktuell gültigen Nahverkehrsplan beschlossen hat“. Das sagt Landrat Andreas Müller. Deswegen möchte er sich mit der Frage beschäftigen, ob der Kreis ein eigenes Busunternehmen gründen soll. Hierzu hat er eine Vorlage für den Bau- und Verkehrsausschuss und für den Kreistag erarbeiten lassen. Hintergrund sind die Probleme im Busverkehr in den letzten Monaten. Fahrtausfälle, weil Busfahrer fehlen und viele Baustellen, die zu Verspätungen führen: Das sind nur einige der Probleme, die Landrat Andreas Müller aufzählt. Grundsätzlich könnte der Busverkehr ab 2028 wieder über ein kommunales Unternehmen laufen, so der Kreis. Denn dann laufen die Konzessionen aus. Müller bringt auch die Idee ins Spiel, dass die Bürger in Siegen-Wittgenstein darüber abstimmen könnten, ob eine kommunales Unternehmen den Busverkehr übernehmen sollte. Als Zeitpunkt schlägt er die Kommunalwahl 2020 vor. Die FDP Siegen-Wittgenstein begrüßt grundsätzlich die Überlegungen. Sie fordert aber als ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie, ob der ÖPNV überhaupt wieder in kommunale Hand gegeben werden soll.

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