Deutlich mehr Beratungen als 2017

© DRK-Kinderklinik Siegen

Die Ärztliche Beratungsstelle gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern und Jugendlichen an der DRK-Kinderklinik in Siegen hatte im vergangenen Jahr mehr zu tun. Das steht im Jahresbericht, der jetzt veröffentlicht wurde. Mehr als 170 Kinder, Jugendliche und Eltern haben sich an die Beratungsstelle gewandt. 60 Prozent der Beratungsfälle betrafen Mädchen oder junge Frauen. Besonders häufig wurde die Beratungsstelle kontaktiert, weil der Verdacht von sexuellem Mißbrauch, Kindesmisshandlung oder Vernachlässigung im Raum stand. Auch häusliche Gewalt oder emotionale Misshandlung wurde oft als Grund angegeben. In jedem zweiten Fall war an dem Verdacht „sexueller Mißbrauch“ auch etwas dran. Bei „körperlicher Misshandlung“ bestätigte sich der Verdacht in drei von vier Fällen. Der Verdacht „Häusliche Gewalt“ wurde in 90 Fällen bestätigt. Die Beratungsstelle arbeitet nach dem Leitsatz „Hilfe statt Strafe“. Sie wird zum großen Teil von der Stadt Siegen, dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Land NRW finanziert.