Biber nagt an Umgehungsplänen

Dass am Ferndorfbach ein Biber lebt, ist nichts Neues. Unklar ist aber, ob der Nager Auswirkungen auf den Bau der geplanten Kreuztaler Südumgehung haben könnte. Die Untersuchung einer Haarprobe des Bibers hatte ergeben, dass die Gattung unter Naturschutz steht. Das hat der Landesbetrieb Straßen NRW gegenüber Radio Siegen bestätigt.

Pünktlich zum Sommer hatte sich im kühlen Nass des Ferndorfbachs ein Biber niedergelassen. Jetzt könnte das Tier den Bau der geplanten Kreuztaler Südumgehung gefährden, denn der Nager gehört zu Gattung der Elbebiber und steht damit offiziell unter Naturschutz. Das hat eine DNA-Untersuchung ergeben. Um an die nötige Haarprobe dafür zu kommen, wurde ein Stacheldraht in 20-30cm Höhe gespannt. Auch wenn das brutal klingt, handelt es sich laut Straßen NRW um eine harmlose Methode bei der der Biber nur ein paar Haare verliert und sich weder verfangen noch verletzen konnte. In den kommenden Wochen sollen das Tier und sein neuer Lebensraum weiter untersucht werden. Danach wolle man gemeinsam mit der Naturschutzbehörde sehen welche Maßnahmen nötig seien, so Straßen NRW.