22-jähriger soll auf Mitbewohner eingestochen haben

Er soll einem Mitbewohner im vergangenen Juni in Olpe zwei Mal mit einem Messer in die Seite gestochen haben. Vor dem Siegener Landgericht ging heute die Verhandlung gegen einen 22-Jährigen wegen versuchten Totschlags weiter.

Vor dem Siegener Landgericht wurde heute der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen einen 22-jährigen Mann fortgesetzt. Ihm wird vorgeworfen im Juni 2020 in Olpe einen 38-Jährigen mit zwei Messerstichen in den Oberkörper lebensgefährlich Verletzt zu haben. Beide Männer waren Bewohner einer Zentralen Unterbringungseinrichtung. Der Konsum von Alkohol und Beruhigungsmitteln soll bei dem Angeklagten zu aggressivem und impulsivem Verhalten geführt haben. Das hat ein Psychologischer Sachverständiger heute ausgesagt. Die Rauschmittel könnten dem zufolge der Grund für den eskalierten Streit um eine Einkaufstüte mit Lebensmitteln gewesen sein, so der Sachverständige. Lange war zudem das genaue Alter des Angeklagten unklar. Jetzt steht aber fest, dass der zur Tatzeit 21-Jährige nach Erwachsenem Strafrecht verurteilt werden würde. Laut Staatsanwaltschaft drohen ihm damit 2 bis 11 Jahre Gefängnis. Am Montag soll der Prozess fortgesetzt werden.

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