Nachrichten vom 20.06.2018

Spezielle Betreuung für Kinder und Jugendliche

Psychosoziale Prozessbegleitung seit 2017 in Siegen

Opfer von Straftaten leiden oft sehr unter den Gerichtsverhandlungen und allem, was damit zusammen hängt. Um diese Menschen besser zu betreuen und ihnen ihre Ängste zu nehmen, gibt es seit letztem Jahr eine psychosoziale Prozessbegleitung in Siegen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen von dieser speziellen Betreuung profitieren. Auf Wunsch hin begleiten sie einen zur Polizei, zu Verhandlungen oder vermitteln einen Therapieplatz nach dem Urteilsspruch. Nur juristisch eingreifen dürfen die fünf psychosozialen Prozessbegleiter nicht. Insgesamt fünf Fachkräfte haben seit 2017 rund 20 Opferzeugen schwerer Straftaten, wie Sexual- und Gewaltdelikten, betreut.
 
 

Verschiedene Fragen sollen beantwortet werden

Fachtagung "Asyl ist Menschenrecht" heute in Siegen

Wie sieht die Flüchtlingssituation in Siegen derzeit aus, was sind überhaupt Fluchtursachen, wie läuft eine Seenotrettung und wie kann man den Menschen helfen? Diese und weitere Fragen sollen heute Nachmittag im St. Marienkrankenhaus in Siegen beantwortet werden. Dort findet die Tagung „Asyl ist Menschenrecht“ statt, organisiert vom Caritasverband Siegen-Wittgenstein. 68 Millionen Menschen sind aktuell auf der Flucht vor Krieg oder Terror – so viele wie nie zuvor. 1800 Flüchtlinge leben derzeit im Siegener Stadtgebiet – die meisten von ihnen sind bereits anerkannt, einige noch nicht. Der Caritasverband möchte mit der Veranstaltung heute ein Bewusstsein für die Probleme, Ängste und Sorgen der Geflüchteten schaffen, sich aber auch für ein besseres Miteinander einsetzen.
 
 

1. FC Kaan-Marienborn erfüllt Auflagen für kommende Saison

Umbau der Herkules Arena im Breitenbachtal beginnt zeitnah

Der Aufstieg ist geschafft, die Regionalliga-Lizenz erteilt – jetzt muss der 1. FC Kaan-Marienborn für die kommende Saison die Auflagen des Westdeutschen Fußballverbands umsetzen. Dazu gehören ein Umbau und Fitmachen der heimischen Herkules Arena, Kaan muss aber auch eigene C- bis A-Jugendmannschaften stellen. Die Arbeiten an der Arena im Breitenbachtal sollen in den kommenden Wochen stattfinden. Neben einem Gästeblock, der Platz für 800 Gästefans bietet, soll z.B. auch der Kunstrasen auf dem Platz neu verlegt werden. Außerdem wird die Fläche der Haupttribüne gepflastert, hier sollen künftig Polizei und andere Ordnungskräfte stationiert werden. Rund 60.000 Euro werden die Bauarbeiten voraussichtlich kosten. Der Verein hofft, im August das erste Spiel im Stadion bestreiten zu können.
 
 

Auch Demonstranten aus Siegen-Wittgenstein dabei

Pflegekräfte demonstrieren heute in Düsseldorf

Mehr als 50 Pflegekräfte aus dem Raum Siegen und Olpe wollen heute in Düsseldorf für mehr Personal in der Kranken- und Altenpflege demonstrieren. Das hat uns Jürgen Weiskirch von der Gewerkschaft „verdi“ in Siegen bestätigt. Die Pflegekräfte folgen einem Aufruf von „verdi“ und fahren per Bus oder Zug in die Landeshauptstadt. Dort tagt heute und morgen die Gesundheitsministerkonferenz. Die Pflegekräfte wünschen sich, dass der Mensch wieder im Vordergrund ihrer Arbeit steht, nicht Dokumentation und Bürokratie. Laut „verdi“ fehlen in deutschen Krankenhäusern rund 80 000 Krankenpfleger, alleine 18.000 davon in NRW.
 
 

Fünf Gebäude werden damit beheizt

Hilchenbach errichtet ein neues Nahwärmenetz

Holzhackschnitzel statt Gasheizung: Die Stadt Hilchenbach will ihre Gebäude auf dem „Schulhügel“ künftig per Nahwärmenetz heizen. Florenburg-Grundschule, Carl-Kraemer-Realschule, Ballsporthalle sowie zwei weitere Turnhallen sollen von der Einrichtung profitieren. Sie sollen künftig mit Wärme versorgt werden, die durch das Verbrennen von Holzhackschnitzeln erzeugt wird. Dafür wird die bisherige Heizung abgebaut und durch die neue Heizzentrale ersetzt. Das Projekt lohnt sich, sagt Hilchenbachs Bürgermeister Holger Menzel. Zum einen leistet die Stadt so einen Beitrag zum Klimaschutz, zum anderen hat sie so eine langfristige Versorgungssicherheit. Bei dem Projekt arbeitet Hilchenbach mit den Stadtwerken Krefeld zusammen, die die Anlage zeitnah errichten und in den nächsten 15 Jahren betreiben werden.
 
 

Prozess kommt morgen zum Ende

Bruder und Schwägerin getötet: Mord oder Totschlag?

Lebenslange Haft wegen Doppelmordes – das fordert die Staatsanwaltschaft für den 63-jährigen Iraner, der in Oberdielfen im November seinen Bruder und dessen Frau getötet hat. Vor dem Siegener Landgericht wurden gestern Nachmittag die Plädoyers gehalten – und die fielen sehr unterschiedlich aus. Während die Staatsanwältin die besondere Schwere der Schuld als erfüllt ansah und auch Heimtücke feststellte, plädierte der Verteidiger auf zweifachen Totschlag. Der 63-jährige hatte zugegeben, seinen Bruder zunächst mit dem Auto angefahren und dann erstochen zu haben. Als die Schwägerin aus dem Haus kam, erstach er auch sie. Hintergrund waren Erbstreitigkeiten, der 63-jährige sah sich dabei benachteiligt. Der Sohn des getöteten Paares tritt als Nebenkläger auf, seine Vertreter schlossen sich der Staatsanwaltschaft an. Das Urteil fällt morgen.

 
 
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